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Liste mit zu Blindwrite kompatiblen Recordern
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Was unterscheidet nun CloneCD und Blindwrite? Warum schreibt Blindwrite RAW auf Recordern, die CloneCD nicht unterstützt?
Um diese Fragen beantworten zu können, bedarf es erst einmal einer genaueren Bestimmung des Begriffs 'RAW' - denn genau hier liegt der feine Unterschied.
Fangen wir mit CloneCD an. Der verwendete Schreibmodus heisst 'MMC-DAO-RAW'. Bei diesem Modus hat die CDR-Software die volle Kontrolle über den Schreibvorgang, muß aber auch alle Daten entsprechend generieren - der Recorder schreibt einfach, was er von der Software geliefert bekommt. Das fängt beim Leadin incl. Subchannels an, geht über den eigentlichen Daten-Teil einer CD (Mainchannel + Subchannel) bis zum Leadout. Wie schon gesagt, hat die CDR-Software damit alle Möglichkeiten offen - nur in diesem Modus sind so nette Sachen wie illegale Leadout-Position (Cactus Data Shield), Audiotracks kürzer als 4 Sekunden, CD-Text mit Recordern die es eigentlich gar nicht können (Plextor PX-R820 und R412), digitale Signaturen (SecuROM, ProtectCD) möglich (und zwar prinzipiell mit allen Recordern, die diesen Schreibmodus unterstützen).
Blindwrite unterstützt diesen Modus ebenfalls (entsprechende Hardware vorausgesetzt), bietet darüber hinaus aber auch noch einen weiteren Modus. Dieser nennt sich 'MMC-SAO-RAW'. Dabei wird wie beim 'normalen' DAO-Mode zu Beginn des Schreibvorgangs ein Cuesheet an den Recorder geschickt, daß das Tracklayout der CD beschreibt. Der Recorder schreibt das Leadin und -out selbständig, die CDR-Software hat keinen Einfluß darauf (daher kann z.B. keine illegale TOC geschrieben werden, und ob Audiotracks kürzer als 4 Sekunden funktionieren, hängt von der Toleranz des CD-Recorders ab). Die Daten werden hingegen von der CDR-Software aufbereitet (allerdings ohne Subchannel-Informationen, diese werden lt. MMC-Spezifikationen vom Recorder ignoriert - SecuROM und Konsorten lassen sich also auch nicht kopieren), und hier wendet Blindwrite einen einfachen, aber ebenso genialen Trick an: Die Tracks werden im Cuesheet als Datentracks markiert, aber der BlockMode als CDDA (Audio-CD). So kann Blindwrite auch die Mainchannel-Daten unkorrigiert schreiben, was für Kopierschutzmechanismen auf Basis von defekten Sektoren (z.B. SafeDisc, LaserLock und LockBlocks) genügt. Daß das funktioniert, ist etwas überraschend. Aber Blindwrite zeigt, wie's geht.
CloneCD beschränkt sich bewußt auf 'vollwertiges' RAW-Schreiben und unterstützt daher nur eine begrenzte Zahl von Recordern - aber man sollte nicht vergessen, daß CloneCD erst dafür gesorgt hat, daß dieser Schreibmodus überhaupt von vielen Recorder-Herstellern sauber implementiert wurde (bestes Beispiel: Plextor). Die 'Light-Variante' von Blindwrite ist interessant für Leute, deren Hardware DAO RAW nicht unterstützt (v.a. Yamaha-, Ricoh- und Teac-Besitzer werden froh sein, jetzt wenigstens defekte Sektoren schreiben zu können). Bleibt abzuwarten, ob CloneCD diese Methode adaptiert.
Eins ist jedenfalls sicher: Blindwrite bringt neuen Schwung in den CDR-Software-Markt. Und letztendlich profitieren alle davon - Konkurrenz belebt das Geschäft, und die verschiedenen Programme werden nur noch besser. Dem Kunden kann's nur Recht sein: Er kann jetzt zwischen zwei Programmen mit ähnlichem Funktionsumfang wählen - und aussuchen, welches ihm besser gefällt.
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