Kapitel: [Inhalt] [Vorwort & Disclaimer] [Grundlagen] [Hardware] [Software] [Fragen & Antworten] [Infos & Links]


4. Fragen & Antworten

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Inhalt dieses Kapitels

4.1. Filesysteme, CD-Formate und Begriffe
4.1.1. Was ist ISO9660?
4.1.2. Was ist Joliet, Rockridge, hfs? aktualisiert!
4.1.3. Wann sollte ich welche Extension nutzen?
4.1.4. Was ist der Unterschied zwischen UDF/ISO9660? Wieso braucht UDF etwa 100 MByte mehr Verwaltungsplatz auf der CD?
4.1.5. Was ist eine Mixed-Mode CD?
4.1.6. Was ist eine CD-Extra?
4.1.7. Was ist ISRC?
4.1.8. Was ist EAN/UPC?
4.1.9. Was sind Subchannels?
4.1.10. Was ist CD-Text?
4.1.11. Was hat das "simulieren" beim Brennen auf sich?
4.1.12. Was ist Pregroove?
4.1.13. Ich lese immer wieder ATIP. Was ist das?
4.1.14. Wie komme ich an die ATIP-Infos?
4.1.15. Was ist MMC?
4.1.16. Was ist DAO RAW?
4.1.17. Was ist eine HDCD?
4.1.18. Was ist cdrecord?
4.1.19. Was ist OPC bzw. Running-OPC?
4.1.20. Was ist BURN-Proof?
4.1.21. Was ist eine PhotoCD?

4.2. Allgemeines
4.2.1. Worauf sollte ich beim Kauf von Hard-/Software achten?
4.2.2. Welcher Recorder unterstützt was?
4.2.3. Warum keinen ISA-SCSI-Host?
4.2.4. Also einen PCI-Host... welchen?
4.2.5. Ich will auch von meinem SCSI-Brenner/-CDROM booten können!
4.2.6. Ich habe gehört, Wide-SCSI ist besser/schneller. Stimmt das?
4.2.7. Ich kann nicht von CD booten (SCSI)!
4.2.8. Ich kann nicht von CD booten (ATAPI)!

4.3. Software
4.3.1. Was sind ASPI-Treiber? Wozu brauche ich sie?
4.3.2. Wo bekomme ich neue ASPI-Treiber?
4.3.3. Welche Version der Adaptec ASPI-Treiber soll ich verwenden?
4.3.4. Was ist ASPI_ME?
4.3.5. Was ist DMA?
4.3.6. Soll ich DMA bei meinem Brenner/CDROM aktivieren?
4.3.7. Wie aktiviere ich den DMA-Modus unter Win9x/NT/2000?
4.3.8. Ich habe Probleme, wenn ich unter Windows NT (SP4 oder höher, Intel-Chipsatz) den Busmaster-DMA bei meinem ATAPI-Brenner aktviere. Irgendwelche Tips?
4.3.9. Kann ich irgendwie den Splash-Screen von CeQuadrat's PacketCD loswerden?
4.3.10. Welche Unterschiede gibt es zwischen der OEM-Version und der PowerEdition von WinOnCD 3.6?
4.3.11. Wie kann ich bei Nero Burning ROM die Pufferanzeige des CD-Recorders aktivieren?
4.3.12. Wie kann ich bei Nero Burning ROM überbrennen?
4.3.13. Was ist synchrone Datenübertragung? Soll ich sie ein- oder ausschalten? neu!
4.3.14. Wie kann ich bei WinOnCD das Auswerfen der CD am Ende des Brennvorgangs verhindern? neu!
4.3.15. Gibt es eine CD-Player-Software, die CD-Text lesen kann? neu!

4.4. Hardware
4.4.1. Was hat es mit der Firmware auf sich?
4.4.2. Wozu brauche ich ein Firmware-Upgrade?
4.4.3. Wie kann ich bei meinem Teac R55/56/58S eine ältere Firmware aufspielen?
4.4.4. Mein Acer CRW4432 (Aldi/Tevion/Aral 4x4x32x) macht Probleme beim Schreiben von Audio-CDs!
4.4.5. Woran erkenne ich, ob ich die 1MB- oder die 2MB-Version des Acer CRW4432 (Aldi/Tevion/Aral 4x4x32x) habe?
4.4.6. Mein Philips CDD 4201/Fujitsu Spinbird 4x4x24x/Traxdata 4424 Plus/IoMega ZipCD schreibt manche CDR-Medien nur mit 2facher Geschwindigkeit! Wieso?
4.4.7. Mein Brenner hat 4 MB Cache - warum zeigt mir Feurio nur 2,3 MB an?

4.5. Rohlinge
4.5.1. Warum passen 750 MB auf eine Audio-CD, aber nur 650 MB auf eine Daten-CD?
4.5.2. Gibt es 8cm-Rohlinge? Wenn ja, wo?
4.5.3. Ich habe eine rechteckige CD als Visitenkarte bekommen. Gibt es solche "Shape"-R(W)-Medien zu kaufen?
4.5.4. Wie lange halten CDR-Medien?
4.5.5. Wie funktioniert eigentlich eine CDRW?
4.5.6. Wie lange sind CDRWs haltbar?
4.5.7. Ich habe hier eine CDRW, die sich nicht mehr löschen läßt - was kann ich tun?
4.5.8. Ich kann RW-Rohlinge nur 2x beschreiben, obwohl mein Brenner das 4x können soll!
4.5.9. Woran erkenne ich den 'echten' Hersteller von BASF-Rohlingen? neu!

4.6. Audio-CDs & DAE
4.6.1. Was ist DAE?
4.6.2. Welche Unterschiede gibt es bei DAE-Fähigkeiten einzelner Laufwerke?
4.6.3. Kann ich RW-Medien auch für Audio-CDs verwenden?
4.6.4. Kann ich Audio-CDs auch Multisession schreiben?
4.6.5. Ich habe eine Audio-CD kopiert. Warum sind auf der Kopie Knackser/Störgeräusche zu hören?
4.6.6. Meine kopierten CDs laufen nur auf meinem Brenner, aber nicht in meinem CDROM/CD-Player/CD-Wechsler!
4.6.7. Meine kopierten CDs klingen anders als die Original-CDs!
4.6.8. Ich habe hier eine Audio-CD mit einem Datentrack hinter den Audio-Tracks. Wie kann ich sie kopieren?
4.6.9. Kann ich eine CD-Extra selbst erstellen?

4.7. Vermischtes
4.7.1. Wie kann ich eine HTML-Seite per Autorun starten/öffnen?
4.7.2. Kann mein CD-Recorder auch DVD-R Medien beschreiben?
4.7.3. Kann man auf Sessions zugreifen, die nicht importiert wurden?
4.7.4. Wieviele Sessions kann ich auf eine CD schreiben?
4.7.5. Kann ich eine 'verbrannte' CD noch weiter nutzen?
4.7.6. Wie erstelle ich eine bootfähige CD?
4.7.7. Wie kann ich das Bootimage einer CD auslesen?
4.7.8. Hat die Brenngeschwindigkeit Einfluß auf die Qualität?
4.7.9. Ich möchte meine CDs mit einem Kopierschutz versehen. Geht das?
4.7.10. Mit wieviel Grad Celsius wird eigentlich eine CD "gebrannt"?
4.7.11. Wie kann ich eine komplette CD mit einem Kennwort schützen und den Inhalt verschlüsseln?
4.7.12. Wie brenne ich ein ISO-Image?
4.7.13. Ich habe hier eine .bin und eine .cue Datei - wie mache ich daraus eine CD?
4.7.14. Komme ich irgendwie an den Inhalt eines ISO-Images, ohne es auf CD zu brennen?
4.7.15. Kann ich einzelne Dateien zu einem Imagefile hinzufügen oder Dateien in einem Image ersetzen?


Filesysteme, CD-Formate und Begriffe

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Was ist ISO9660?
(99-08-08)

ISO9660 ist ein Dateisystem. Es erlaubt Dateinamen mit 8.3 Zeichen und Verzeichnisnamen mit 8 Zeichen. Dabei dürfen nur die Zeichen A-Z, 0-9 und der Underscore (_) verwendet werden. Die maximale Schachtelungstiefe von Verzeichnissen ist auf 8 Ebenen (inkl. Root) beschränkt. Ziel war ein möglichst systemunabhängiges und damit kompatibeles Dateisystem. Dabei beschränkte man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. CDs mit ISO9660 als Dateisystem sind auf allen Betriebssystemen lesbar.



Was ist Joliet, Rockridge, hfs?
(99-08-21)

Dies sind Erweiterungen von ISO9660. Das ISO9660 Filesystem ist vergleichsweise simpel (vergleichbar zu DOS mit 8.3 Dateinamen), ohne Eigentümer und Zugriffsrechte (wie z.B. unter Unix üblich), und ohne lange Datei-/Verzeichnisnamen (max. 8 Verzeichnissebenen incl. root, max. 255 Zeichen lange Pfadnamen). Die verschiedenen Erweiterungen zum ISO9660 ermöglichen es, diese Zusatinformationen trotzdem mit auf die CD zu brennen. Das wird durch zusätzliche Daten zu den eigentlichen Dateien erreicht.

Neben den unten genannten Extensions gibt es auch erweitertes ISO mit DOS-Zeichensatz (ermöglicht z.B. "namen~1"), eines mit etwas laengeren Dateinamen (30 Zeichen bei Verzeichissen und 31 Zeichen bei Dateien) und erweitertes ISO für Windows NT (bis 128 Zeichen lange Datei-/Verzeichnisnamen). Siehe auch http://www.y-adagio.com/public/standards/iso_cdromr/tocont.htm

RockRidge Extension entstammt der der Unix-Welt und bieten lange Dateinamen (max. 255 Zeichen), lange Verzeichnisnamen (max. 1024 Zeichen, bedingt durch die meisten UNIX-Implementierungen; dieser Wert ist nicht durch Rock Ridge selbst bestimmt), über 8 Verzeichnisebenen. Rock Ridge speichert auch die Unix-typischen Rechte und Benutzer von Dateien. Rock Ridge stellt die einzige Möglichkeit dar, *wirklich* lange Dateinamen auf CDs zu speichern, kann allerdings unter Windows nicht gelesen werden.

Joliet (Nachfolger von Romeo) ist eine von Microsoft entwickelte Erweiterung von ISO9660. Es bietet max. 64 Zeichen pro Dateiname (Unicode, 128 Bytes), max. 120 Zeichen im Pfadnamen (240 Bytes) und ueber 8 Verzeichnissebenen. Link zur Spezifikation: http://www-plateau.cs.berkeley.edu/people/chaffee/jolspec.html

hfs steht für hierarchical file system. Es ist das Apple Macintosh-eigene Dateisystem und gibt die Möglichkeit, entweder direkt ein hfs zu brennen (nur auf Macs lesbar) oder eine hfs Extension zum ISO9660 Dateisystem hinzuzufügen.

Im Prinzip kann man alle Extensions gleichzeitig auf eine CD brennen und das jeweilige Betriebssystem sucht sich dann "seine" Extension raus. Windows-Programme können meist nur Joliet (Nero 4 und WinOnCD 3.6 auch UDF), Adaptec Toast für Mac kann hfs, iso9660 und iso+joliet (iso+hfs?).

Mit mkisofs (mkhybrid; eine Software zum Erstellen von Imagefiles, v.a. in der Unix-Welt geläufig, aber auch für Win32 erhältlich) können alle Extensions (auch kombiniert) benutzt werden, vorausgesetzt, das Betriebssystem, mit dem das Image erzeugt wurde, kann das entsprechende Dateisystem lesen. Das erzeugte Image kann dann mit einem beliebigen Brennprogramm gebrannt werden.



Wann sollte ich welche Extension nutzen?
(99-08-08)

Das hängt vom Verwendungszweck der CD ab. Wenn die CD einfach nur zuhause laufen soll, genügt die zum benutzten Betriebssystem passende Extension (z.B. Joliet unter Windows und RockRidge unter Unix). Soll die CD auf einer möglichst breiten Basis genutzt werden können, empfiehlt sich entweder die Beschränkung auf ISO9660 oder die Verwendung möglichst vieler Extensions.



Was ist der Unterschied zwischen UDF/ISO9660? Wieso braucht UDF etwa 100 MByte mehr Verwaltungsplatz auf der CD?
(99-08-08)

Unterschiede gibt's v.a. in der maximalen Länge der Datei-/Verzeichnisnamen und in der Schachtelungstiefe von Verzeichnissen. UDF wurde für DVDs entwickelt und wird mittlerweile auch von PacketWriting-Software eingesetzt. Der unterschiedliche Platzbedarf kommt nicht durch das Dateisystem, sondern durch die verwendete (PacketWriting-) Software und die dadurch bedingte 'Formatierung' der Medien (Nero z.B. erlaubt UDF auch bei normalen CDs ohne diese Verschwendung). ISO9660 bietet grösstmögliche Kompatibilität über Betriebssystemgrenzen hinweg, für UDF sind meist spezielle (Lese-) Treiber notwendig.



Was ist eine Mixed-Mode CD?
(99-08-09)

Als Mixed-Mode bezeichnet man CDs mit verschiedene Track-Typen in einer Session. Gebräuchlich ist z.B. ein Datentrack gefolgt von einem oder mehreren Audiotracks (z.B. Soundtrack bei PC-Spielen). Ältere AudioCD-Player mögen solche CDs überhaupt nicht und versuchen, den ersten Track abzuspielen. Um diesem Problem zu begegnen, wurde die CD-Extra 'erfunden'.



Was ist eine CD-Extra?
(00-04-21)

Auch Enhanced CD genannt. Eine CD-Extra besteht aus mindestens 2 Sessions. Die erste Session enthält einen oder mehrere Audiotracks, die zweite Session die Daten (bei kommerziellen CDs meist Videos). AudioCD-Player 'sehen' nur die erste Session und damit die Audiotracks, während in einem CDROM-Laufwerk auch den Datentrack ansprechbar ist. Bei selbstgemachten CD-Extras muß die zweite Session nicht abgeschlossen werden, es können in weiteren Sessions durchaus noch Daten anghangen werden. CD-Extras enthalten noch weitere Informationen; diese sind im Blue Book definiert.



Was ist ISRC?
(99-08-09)

ISRC steht für International Standard Recording Code. Diese Codes können von manchen Recordern geschrieben werden und werden bei AudioCDs verwendet, um Tracks eindeutig zu kennzeichnen. Der Code setzt sich aus 2 Zeichen für den Ländercode, 3 Zeichen für den Eigentümer-Code, 2 Ziffern für das Aufzeichnungsjahr und 5 Ziffern als Seriennummer zusammen.



Was ist EAN/UPC?
(99-08-09)

Der UPC (Universal Product Code, auch EAN genannt) kann von einigen Recordern als dreizehnstellige Zahl in die TOC geschrieben werden, um eine CD zu identifizieren.



Was sind Subchannels?
(99-08-09)

Jeder Frame einer CD (siehe Kapitel 1) enthält ein Byte mit Kontrollinformationen. Die einzelnen Bits dieses Bytes werden als Subchannels (oder Subcodes) mit den Buchstaben P bis W bezeichnet und getrennt voneinander betrachtet. Die Subchannels P und Q sind Kontrollzwecken vorbehalten, R bis W sind normalerweise Null. Der Subchannel Q enthält den aktuellen Index eines Audio-Tracks.



Was ist CD-Text?
(00-04-21)

CD-Text ist eine Erweiterung des bestehenden Red Book-Standards. Die CD-Text-Informationen sind innerhalb der Subchannels R bis W auf der AudioCD gespeichert (genauergesagt in den Subchannels des Lead-In). Neben den naheliegenden Informationen über Interpret und Titelnamen können Komponist, Dirigent oder Sparte vermerkt werden. Mehr dazu in c't 4/1999, S. 218.

Nicht alle (auch nicht alle aktuell erhältlichen!) Brenner können CD-Text schreiben. Firmwareupgrades für ältere Recorder sind auch nicht zu erwarten, da CD-Text doch sehr spezielle Anforderungen hat (nicht jeder Recorder-Chipsatz läßt sich bei der Art und Weise, wie das Leadin geschrieben wird, beeinflussen).



Was hat das "Simulieren" beim Brennen auf sich?
(99-08-21)

Im Simulationsmodus ist der Schreiblaser des Brenners abgeschaltet, der Brenner folgt (lesend) dem Pregroove. So kann z.B. getestet werden, ob der PC die Daten schnell genug liefern kann, ohne gleich einen Rohling zu 'verheizen', oder ob der Brenner Probleme beim Verfolgen des Pregroove hat (z.B. bei 80min-Medien).



Was ist Pregroove?
(99-08-08)

Als Pregroove bezeichnet man die auf jedem Rohling vorhandene 'Rille', der der Laser beim Schreiben der Daten folgt.



Ich lese immer wieder ATIP. Was ist das?
(00-04-16)

ATIP steht für absolute time in pregroove. Der ATIP enthält Informationen über den Hersteller eines Rohlings, die nutzbare Kapazität, die empfohlene Laserleistung zum Beschreiben (und zum Löschen bei RWs) und die minimale/maximale Schreibgeschwindigkeit (wird nur bei RWs genutzt). Eine Liste der gültigen ATIP-Herstellercodes ist bei Sony erhältlich.



Wie komme ich an die ATIP-Infos?
(99-08-08)

Einige Brenner können diese Infos auslesen und an die (Recording-) Software zurückgeben (z.B. die Geräte von Yamaha). Entweder Du nutzt ein Brennprogramm, das eine entsprechende Funktion bietet (z.B. cdrecord oder Feurio), oder Du verwendest spezielle Info-Tools (z.B. CDRInfo von Plextor oder CDRIdentifier).



Was ist MMC?
(99-08-15)

MMC steht für MultiMedia Commands und bezeichnet einen standardisierter Befehlssatz zur Steuerung von und Kommunikation mit Multimedia-Geräten (z.B. CDROM oder CD-Recorder). Mehr über MMC findest Du auf t10.org.



Was ist DAO RAW?
(00-03-12)

DAO RAW bezeichnet einen Schreibmodus nach MMC-3. Dabei werden pro Sektor 2352+16 oder 2352+96 Byte Subchannels geschrieben. Die Software hat volle Kontrolle über die geschriebenen Daten, der Brenner korrigiert z.B. keine fehlerhaften Prüfsummen. Folge: es lassen sich Sektoren schreiben, die nicht lesbar sind.



Was ist eine HDCD?
(00-03-12)

HDCD steht für "High Definition Compatible Digital" und ist ein von Pacific Microsonics patentiertes Verfahren, um Audio-CDs und Audio-DVDs mit 20 bit Abtastrate aufzuzeichnen. Die CDs sind abwärtskompatibel zu normalen Playern, lassen sich in voller Qualität aber nur in speziellen Geräten abspielen. Ich hatte mal eine solche CD von Supertramp und einen Toshiba-Player, der das Verfahren unterstützt. Aber entweder sind meine Ohren oder der Rest meiner Anlage für diesen Standard zu schlecht... ;-) Ist in USA seit zwei Jahren auf dem Vormarsch, in Deutschland aber kaum verbreitet.
(gepostet von Volker Söhnitz)



Was ist cdrecord?
(00-03-12)

cdrecord ist eine CD-Recording Software. Sie wird von Jörg Schilling entwickelt und gepflegt, ist Open Source und läuft unter ca. 20 Betriebssystemen (nicht nur unter Unices, sondern u.a. auch Win32).



Was ist OPC bzw. Running-OPC?
(00-03-12)

OPC steht für Optimum Power Calibration, d.h. die Anpassung der Laserstärke an die spezifischen Eigenschaften des grade eingelegten Rohlings zu Beginn des Schreibvorgangs. Dabei wird die sog. Power Calibration Area (ein spezieller Bereich des Rohlings) beschrieben und das Ergebnis mit in der Firmware gespeicherten Mustern verglichen, und die Laserstärke so lange korrigiert, bis ein möglichst optimales Ergebnis erreicht wird.
Running-OPC ist eine Weiterentwicklung der OPC, dabei paßt der Recorder die Laserstärke während des Brennvorgangs an die Eigenschaften des Rohlings an (z.B. stärkere Leistung bei Verschmutzungen auf der Oberfläche). Mehr dazu auf osta.org.



Was ist BURN-Proof?
(00-04-21)

BURN-Proof ist die Abkürzung für Buffer Under RuN Proof, ein von Sanyo entwickeltes Verfahren, um Buffer Underruns zu vermeiden und damit den Brennvorgang stabiler zu machen. Gleichzeitig braucht man auch weniger Cache.
Zur Funktionsweise (vereinfacht): Wenn die Daten nicht schnell genug geliefert werden, unterbricht der Recorder den Schreibvorgang, wartet bis wieder genug Daten im Puffer sind und schreibt an der gleichen Stelle wieder weiter. BURN-Proof muß allerdings auch von der zum Brennen verwendeten Applikation unterstützt werden (die meisten Hersteller arbeiten grade an entsprechenden neuen Versionen; Nero unterstützt BURN-Proof bereits, ebenso cdrecord, Prassi PrimoCD und bald auch Feurio).
Im Moment sind nur zwei von Sanyo selbst gefertigte Recorder mit diesem Feature erhältlich (CRD-BP2). Es ist aber anzunehmen, daß die in Zukunft erscheinenden und auf Sanyo-Chipsätzen basierenden Recorder (u.a. von Plextor) ebenfalls mit BURN-Proof ausgestattet sein werden.
Weitere Informationen gibt's direkt von Sanyo auf http://www.burn-proof.com/.



Was ist eine PhotoCD?
(00-05-20)

Dies ist ein von Kodak entwickeltes CD-Format, bei dem bis zu 100 Fotos in unterschiedlichen Auflösungsstufen auf einer CD gespeichert sind. Einige CDI- und DVD-Player können auch PhotoCDs anzeigen, allerdings kann man diese CDs nicht selbst schreiben. Kodak hat das Verfahren nie freigegeben und verlangt horrende Lizenzgebühren.



Allgemeines

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Worauf sollte ich beim Kauf von Hard-/Software achten?
(99-08-08)

Die Ware sollte den eigenen Bedürfnissen entsprechen - d.h. Du solltest wissen, was Du willst. Welche Features brauchst Du unbedingt, worauf kannst Du getrost verzichten, wieviel willst Du ausgeben? Was ist schon an Hardware vorhanden (beispielsweise SCSI-Host)? Lies auch einmal die Beschreibung der Geräte im zweiten Kapitel und mach Dir ein Bild davon, was es alles an Hardware gibt. Lade Dir Testversionen von Programmen herunter, die Dich interessieren (siehe Anhang) Lies einige Tage (besser 2 oder 3 Wochen) in der Newsgroup mit - vielleicht wird grade über Deinen Wunschrecorder disktutiert. Und wenn Du dann noch weitere Tips zum Kauf brauchst, frag einfach in der Newsgroup.



Welcher Recorder unterstützt was?
(00-03-12)

Wirf einen Blick in Kapitel 2 oder z.B. auf die Feurio-Homepage. Für DAO RAW-Fähigkeit ist die Homepage von CloneCD einen Besuch wert.



Warum keinen ISA-SCSI-Host?
(99-08-08)

In aktuellen Boards (Pentium oder neuer) hängt der ISA-Bus über eine sog. Bridge 'hinter' dem PCI-Bus. Dadurch ist die erreichbare Übertragungsrate eingeschränkt, Brennen mit 4facher Geschwindigkeit ist eher selten möglich. Besonders problematisch sind busmasterfähige ISA-Controler (Adaptec 1542xx).



Also einen PCI-Host... welchen?
(99-08-08)

Für den normalen Gebrauch tut's ein BIOS-loser, busmasterfähiger SCSI-Host, z.B. Symbios Logic 20810. Booten von SCSI-CDROM/-Brenner ist dann nur möglich, wenn das Mainboard-Bios einen sog. SDMS-Kernel (Version 4.05.00+) hat.



Ich will auch von meinem SCSI-Brenner/-CDROM booten können!
(99-08-08)

Falls Dein Board keinen SDMS-Kernel hat, sollte ein Host mit eigenem BIOS her. Fast- oder Ultra-SCSI genügt, solange nicht noch eine oder mehrere SCSI-Platten hinzukommen (beispielsweise Symbios Logic 8150SP (ab Bios 4.05.00), DawiControl 2974 (ab Bios 4.10 oder 4.12), Tekram 390 (ab Bios 2.00) oder Advansys ABP-3925).



Ich habe gehört, Wide-SCSI ist besser/schneller. Stimmt das?
(00-04-16)

Ja und Nein. Bei Wide-SCSI ist der Datenbus 16bit breit, bei normalem (Narrow-)SCSI nur 8bit. Bei gleicher Taktung ist Wide-SCSI also doppelt so schnell, ausserdem wird die doppelte Anzahl von Geräten unterstützt (16 gegenüber 8). Nur leider hat diese Leistung ihren Preis: Kabel für Wide-SCSI sind deutlich teurer, und beim Anschluss von externen (Narrow-SCSI-) Geräten an einen Wide-SCSI-Host kann es Probleme geben. SCSI 1,2 und 3 sagen nichts über die Geschwindigkeit des SCSI-Buses aus. Mehr zu diesem Thema im dreiteiligen SCSI-Kompakt-Kurs der c't (17/98, S.184; 18/98, S.192; 19/98, S.264).

Übersicht über die verschiedenen SCSI-Arten:

		SCSI-Typ         Anzahl anschliessbarer Geräte(1)  maximale Kabellänge [m]  Datenrate [MB/s] 
		SCSI             8                                 6                        5 
		Fast SCSI        8                                 3                        10 
		Wide SCSI        16                                3                        20 
		Ultra SCSI       8                                 3(2)                     20 
		Ultra Wide SCSI  16                                3                        40 
		U2W SCSI         16                                12                       80 
		
(1) der SCSI-Hostadapter zählt immer als ein Gerät
(2) bei mehr als 4 Geräten reduziert sich die maximale Kabellänge auf 1,5 Meter



Ich kann nicht von CD booten (SCSI)!
(99-08-08)

Ist der SCSI-Host bootfähig (d.h. entweder durch eigenes BIOS oder Support des Mainboards)? Achte darauf, dass die Bootreihenfolge im Mainboard-BIOS z.B. auf "A:, C:" steht und nicht auf "CDROM, C:, A:" o.ä. - das Mainboard-BIOS 'weiss' nix von dem SCSI-Host, und das SCSI-Bios emuliert bei den meisten Boot-CDs eine Diskette.



Ich kann nicht von CD booten (ATAPI)!
(99-08-08)

Die Bootreihenfolge im Mainboard-BIOS sollte auf "CDROM, ..." stehen. Je nach Mainboard muss im Standard-Setup der entsprechende IDE-Port des CDROMs auf "Auto" stehen, damit das Booten von CD funktioniert (z.B. beim Abit BH6).



Software

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Was sind ASPI-Treiber? Wozu brauche ich sie?
(00-05-20)

ASPI steht für Advanced SCSI Programmer's Interface. ASPI-Treiber (auch ASPI-Layer genannt) bieten eine einheitliche Schnittstelle zur Ansteuerung von SCSI- und ATAPI-Geräten (ja, richtig - auch ATAPI-Geräte brauchen einen funktionsfähigen ASPI-Layer, obwohl der Name nicht darauf hindeutet) unter Win9x und WinNT.

Während Windows 9x mit einer veralteten Version von Adaptec's ASPI ausgeliefert wird, kommt NT/2000 ganz ohne ASPI daher. Dafür gibt es hier den sog. Device-IO-Modus, über den Software direkt auf CDROM und Brenner zugreifen kann (seit Windows 2000 erhältlich ist, setzt sich diese Zugriffsart immer weiter durch, auch bei diversen Grabbern).

Aus diesem Grund sollte ein ASPI-Treiber eigentlich zum Lieferumfang eines jeden SCSI-Hosts, jedem Brenner bzw. jeder CD-Recording-Software gehören. Leider ist das in der Praxis nicht der Fall. Neben Adaptec bietet nur Symbios Logic eigene ASPI-Layer an (auch nur für NT), und Plextor USA hat ebenfalls nur einen für Windows NT im Angebot. Bei der CDR-Software sieht's schon ein bisschen besser aus, neben Adaptec-Produkten wird nun auch CeQuadrats WinOnCD (ok, gehört ja inzwischen auch Adaptec) mit einem aktuellen ASPI-Layer geliefert.

Ein nicht funktionierender ASPI-Layer kann sich auf diverse Arten bemerkbar machen (meist nicht reproduzierbare Fehler beim Schreibvorgang und Abbrüche aus heiterem Himmel). Die Version des installierten ASPI-Layers kannst Du mit Adaptec's aspichk überprüfen. Eine kleine Installationsanleitung gibt auch.



Wo bekomme ich neue ASPI-Treiber?
(99-08-08)

Normalerweise beim Hersteller Deines SCSI-Hosts (z.B. bei Adaptec).



Welche Version der Adaptec ASPI-Treiber soll ich verwenden?
(99-08-08)

Die Version mit den wenigsten (oder sogar überhaupt keinen?) Beschwerden ist die 4.57.1008; diese ist aber nicht mehr auf der Adaptec-Homepage erhältlich.



Was ist ASPI_ME?
(99-08-08)

ASPI_ME ist nix anderes als eine stabile Version des Adaptec-ASPI (4.57.1008) mit einem unproblematischen Installations- und Deinstallationsprogramm. Im Gegensatz zum Original-ASPI kümmert sich ASPI_ME nicht drum, ob auch wirklich Hard-/Software von Adaptec im Rechner steckt, und lässt sich z.B. auch auf einem nackten Windows installieren. Da Adaptec dies nicht gefallen hat, sind sie gegen den Entwickler von ASPI_ME vorgegangen, mit der Folge, dass ASPI_ME nicht mehr offiziell erhältlich ist. Inzwischen arbeitet er aber an einem eigenen ASPI.



Was ist DMA?
(00-05-20)

DMA steht für direct memory access. Im Zusammenhang mit ATAPI-Geräten wird damit die grundlegende Betriebsart der Geräte unterschieden: PIO- oder DMA-Modus. Im PIO-Modus muß die CPU sich um die Übertragung der Daten über den IDE-Bus kümmern, während dies im DMA-Betrieb die IDE-Bridge (ein spezieller Baustein auf dem Mainboard) selbständig erledigt und damit die CPU entlastet. Typische Werte für die CPU-Last bei Aktivität auf dem IDE-Bus sind weit über 50% im PIO-Modus und ca. 5% im DMA-Modus.



Soll ich DMA bei meinem Brenner aktivieren?
(00-05-20)

In einer perfekten Welt würde die Antwort ganz klar ja lauten. Aber leider ist die Welt nicht perfekt - es gibt zu viele unterschiedliche Kombinationen aus Hard- und Software. Die sinnvollste Antwort ist daher ausprobieren.

Zuerst solltest Du den DMA-Modus beim Brenner aktivieren, um die damit verbundenen Vorteile nutzen zu können. Erst bei Problemen (Schreibabbrüche, Rechner friert ein) solltest Du testweise den DMA-Modus wieder ausschalten und sehen, ob die Probleme verschwinden. Auch hier gilt wie immer: Bei der Fehlersuche stets nur an einer Schraube drehen und sehen, ob sich etwas verändert - falls nicht, Änderung wieder rückgängig machen.

Mainboards mit Intel-Chipsatz sind i.A. relativ unproblematisch, aber auch hier kommt es auf den verwendeten Brenner an (nicht alle Brenner mögen DMA). Schwieriger wird's schon bei VIA- oder ALI-Chipsätzen. Hier hat sich als vorteilhaft erwiesen, entweder die Windows-Standard-Treiber zu verwenden, oder aber die aktuellsten Treiber des Chipsatzherstellers zu installieren. Aber auch das ist noch keine Erfolgsgarantie.



Wie aktiviere ich den DMA-Modus unter Win9x/NT/2000?
(00-05-20)

Unter Windows 95/98 findest Du den entsprechenden Schalter im Gerätemanager (Start -> Einstellungen -> Systemsteuerung -> System), und dort unter den Eigenschaften (Doppelklick -> Einstellungen) des jeweiligen Laufwerks (entweder CDROM oder Festplatte - auch die können im DMA-Modus arbeiten). Sollte dort keine Einstellmöglichkeit vorhanden sein (insbesondere bei nicht-Intel-Chipsätzen), gibt's evtl. vom Mainboard-/Chipsatzhersteller ein besonderes Tool für diesen Zweck, also mal auf dessen Webseite vorbeisehen.

Für Windows NT 4 gibt es seit Service Pack 4 einen DMA-fähigen ATAPI-Treiber (atapi.sys). Standardmäßig ist der DMA-Modus allerdings deaktiviert und muß erst mit einem Tool von Microsoft (dmachki.exe) zum Leben erweckt werden.

DMACheck fügt dazu in der Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\atapi\Parameters\DeviceX einen neuen Schlüssel (Zeichenfolge) mit dem Namen 'DriverParameter' ein (das X ist durch 0 für den primären bzw. 1 für den sekundären IDE-Kanal zu ersetzen). Als Wert wird 'DmaDetectionLevel = 0x0;' für deaktivierten bzw. 'DmaDetectionLevel = 0x1;' für aktivierten DMA-Modus eingesetzt. Allerdings ist der DMA-Modus damit nur freigeschaltet, und der IDE-Treiber entscheidet selbst, ob die angeschlossene Hardware DMA-tauglich ist.

Da das (wie man sich vorstellen kann) nicht immer richtig funktioniert, kann man dem Busmaster-Treiber manuell auf die Sprünge helfen und 'DmaDetectionLevel = 0x2;' eintragen. Damit wird der DMA-Betrieb erzwungen. Natürlich sollte man diesen Schritt nur dann tun, wenn die eingesetzte Hardware bekanntermaßen DMA-tauglich ist. Wenn NT nach dieser Änderung nicht mehr hochläuft (eine der möglichen Nebenwirkungen; Du warst doch wirklich sicher, daß Deine Hardware den DMA-Modus verträgt, oder?), sollte man beim Booten mit einem beherzten Druck auf die Leertaste und anschließender Auswahl der 'letzte, als funktionierend bekannte Konfiguration' das System wieder gestartet bekommen - und den Wert in der Registry wieder zurücksetzen.

Unter Windows 2000 geht's ähnlich einfach wie unter Windows 9x über den Gerätemanager.



Ich habe Probleme, wenn ich unter Windows NT (SP4 oder höher, Intel-Chipsatz) den Busmaster-DMA bei meinem ATAPI-Brenner aktviere. Irgendwelche Tips?
(99-08-21)

Du kannst es mal mit den Intel-Busmastertreibern probieren. Diese scheinen mit ATAPI- Geräten besser umgehen zu können und können auch getrennt für jedes einzelne Gerät am IDE-Bus Busmaster-DMA aktivieren (der Busmaster-Treiber von Microsoft erlaubt dies nur pro IDE-Kanal). Die Busmaster-Treiber gibt's z.B. bei Hewlett Packard oder (neben vielen anderen Infos rund um Busmastering) bei bmdrivers.com.



Kann ich irgendwie den Splash-Screen von CeQuadrat's PacketCD loswerden?
(99-10-10)

Ja. Lege in der Windows-Registy unter HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\CeQuadrat\C2UDFFS einen neuen DWORD-Schlüssel mit dem Namen "ShowSplash" (ohne die Anführungszeichen) an und trage als Wert "0" ein.



Welche Unterschiede gibt es zwischen der OEM-Version und der PowerEdition von WinOnCD 3.6?
(99-10-10)

Die Antwort vom CeQuadrat-Support:

  • Zusätzliche Formate: UDF + ISO und HFS + ISO
  • Einen erweiterten VideoCD Editor zur Erstellung interaktiver VideoCDs
  • Einen CD-ROM-Emulator, der ein virtuelles CD-Laufwerk zur Kontrolle Ihrer CD vor dem tatsächlichen Schreiben zur Verfügung stellt
  • Zusätzliche Audioeffekte: Stereo Enhancement, Beschleuniger, Raumklang, Decrackler, Denoiser
  • Variable Bestimmung der Pausen zwischen zwei Audiotracks
  • Setzen von Preemphasis, ISRC
  • Ein gedrucktes, gebundenes Handbuch



Wie kann ich bei Nero Burning ROM die Pufferanzeige des CD-Recorders aktivieren?
(99-10-10)

Dieses Feature unterstützt Nero bei MMC-kompatiblen Recordern. Um es zu aktivieren, muss in der Windows-Registy unter HKEY_CURRENT_USER\Software\ahead\Nero - Burning Rom\Recorder\ ein DWORD-Schlüssel mit dem Namen "ShowDriveBufferStatus" (ohne die Anführungszeichen) mit dem Wert "1" angelegt werden.



Wie kann ich bei Nero Burning ROM überbrennen?
(00-05-20)

Mit einem kleinen Registry-Eintrag kann man Nero zu ungeahnten Überbrenn-Fähigkeiten verhelfen. Man ändere den Wert des Schlüssels HKEY_CURRENT_USER\Software\ahead\Nero - Burning ROM\General\OverSizeDefaultValue von 0 auf 1, und schon klappt's auch mit z.B. dem Acer CRW4432 (max. 90 Sekunden) und dem Philips CDD 36xx.



Was ist synchrone Datenübertragung? Soll ich sie ein- oder ausschalten?
(00-07-23)

Synchrone Datenübertragung ist nur bei SCSI-Geräten von Bedeutung. Bei ATAPI-Geräten sollte der entsprechende Schalter keine Funktion haben.

Bei der asynchronen Datenübertragung sendet der Sender erst dann das nächste Datum, wenn der Empfang des vorangegangenen Datums vom Empfänger bestätigt worden ist. Dies ist relativ langsam und die Übertragungsrate hängt zudem von der Buslänge ab. Bei der synchronen Übertragung wartet der Sender nicht auf den Empfang einer Bestätigung, sondern schickt gleich die nächsten Daten (trotzdem wird innerhalb einer gewissen Zeit eine Bestätigung erwartet). Dieser Übertragungsmodus ist wesentlich schneller und die Geschwindigkeit ist nicht von der Buslänge abhängig. Die SCSI-Kommandos werden aber bis mindestens einschliesslich U2W immer noch asynchron (aus Kompatibilitätsgründen) transferiert, nur die Daten werden gegebenenfalls synchron transferiert.

Wenn man es nicht mit historischer oder sonstwie zickiger Hardware zu tun hat, sollte man immer den synchronen Transfermodus verwenden.
(gepostet von Richard Könning)



Wie kann ich bei WinOnCD das Auswerfen der CD am Ende des Brennvorgangs verhindern?
(00-07-23)

Auch hierzu ist eine Änderung an der Registry notwendig. Unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\CeQuadrat\WinOnCD\Recorder eine neue Zeichenfolge "No Eject" anlegen (ohne die Anführungszeichen), und dieser den Wert 1 zuweisen.



Gibt es eine CD-Player-Software, die CD-Text lesen kann?
(00-07-23)

Ja, die gibt es. Zum einen herstellerabhängig von Plextor: CD-Text Player. Teac bietet ebenfalls einen CD-Text-Player an, der auch mit nicht-Teac-Hardware funktioniert (download), allerdings nur unter Win9x, nicht NT/2000. Und dann sind da noch diverse andere Programme, die sich als CD-Text-Player missbrauchen lassen (z.B. EAC, Easy CDDA Extractor, Feurio, Cowon JetAudio).



Hardware

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Was hat es mit der Firmware auf sich?
(99-08-08)

Die Firmware ist sozusagen das Betriebssystem des Brenners. Sie steuert den Brennvorgang und ist auch für die möglichen Features zuständig (von Einschränkungen der Hardware abgesehn).



Wozu brauche ich ein Firmware-Upgrade?
(99-08-08)

Firmware-Upgrades erweitern normalerweise den Funktionsumfang oder beseitigen Fehler. Bei Mitsumi 4801 kann durch ein Firmware-Upgrade z.B. DAO nachgerüstet werden, beim Plextor PX-R412 das Lesen von CD-Text.



Wie kann ich bei meinem Teac R55/56/58S eine ältere Firmware aufspielen?
(99-08-21)

Normalerweise weigert sich das Windows Upgrade Utility, eine ältere Firmware als die bereits vorhandene zu flashen. Wenn beim Klick auf den OK-Button die Alt- und die Shift-Taste gedrückt werden, wird die Versionsabfrage übergangen.



Mein Acer CRW4432 (Aldi/Tevion/Aral 4x4x32x) macht Probleme beim Schreiben von Audio-CDs!
(00-03-12)

Die Ursache liegt in einer fehlerhaften Firmware. Du solltest Dir die aktuelle Firmware von ftp://ftp.acer.de/storage/cd-rw/acer/crw-4432a/ herunterladen, damit sollte das Problem behoben sein.



Woran erkenne ich, ob ich die 1MB- oder die 2MB-Version des Acer CRW4432 (Aldi/Tevion/Aral 4x4x32x) habe?
(00-03-12)

Am letzten Buchstaben der Firmware-Version. Diese bekommst Du entweder beim Start des PC angezeigt, wenn der CD-Recorder vom BIOS initialisiert wird, oder Du schaust (unter Win9x) über den Windows-Gerätemanager unter den Eigenschaften des Geräts nach.



Mein Philips CDD 4201/Fujitsu Spinbird 4x4x24x/Traxdata 4424 Plus/IoMega ZipCD schreibt manche CDR-Medien nur mit 2facher Geschwindigkeit! Wieso?
(00-04-16)

Die Antwort des Philips-Supports:

	Herewith the list of CD-R media supported for 4x writing in CDD4201/31. Firmware code version 1.0
	
	Philips silver/ blue
	Philips gold
	ACER silver/ blue
	Alpha-Data silver/ blue
	Arita silver/ blue
	Blank silver/ blue
	CD-link silver/ blue
	CMC silver/ blue
	Fnac silver/ blue
	FUJIFILM silver/ green
	Gigastorage silver/ blue
	HP C4432A gold
	Maxel silver/ blue
	Maxel 74XL silver/ blue
	MCC R74SS silver/ blue
	Memorex Silver/ blue
	Platinum 80 minits 
	RICOH Silver/ green
	Ritek silver/ blue
	SKC silver/ blue
	Sony silver/ green
	TDK silver/ blue
	That's write silver/ blue
	
	List of tested Orange Book Version 2.0 CD-RW supported for 4x ReWriting with CDD4201/31 Firmware-code 1.0 
	
	Philips 4x CD-RW 74 
	Ricoh 
	MCC
	
	All future CD-RW media which comply to the Orange Book 2.0 ATIP code, will be written on 4x.
		



Mein Brenner hat 4 MB Cache - warum zeigt mir Feurio nur 2,3 MB an?
(00-04-16)

Viele Hersteller geben die Menge des insgesamt einbauten Speichers in den Spezifikationen an. Die meisten Recorder nutzen allerdings einen Teil des Speichers für interne Operationen (z.B. Aufbereitung der Daten für den eigentlichen Schreibvorgang), sodaß sich die tatsächlich nutzbare Cache-Größe reduziert. Das ist also normal und kein Grund zur Sorge.



Rohlinge

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Warum passen 750 MB auf eine Audio-CD, aber nur 650 MB auf eine Daten-CD?
(99-08-08)

Ein Sektor einer CD besteht aus 2352 Byte. Bei einer Audio-CD werden diese vollständig für Audio-Informationen genutzt. Bei Daten-CDs wird eine zusätzliche Fehlerkorrektur eingesetzt, die nutzbare Kapaztät schrumpft auf 2048 Byte. Eine 74 Minuten CD besteht aus 74x60x75 = 333000 Sektoren. Bei 2048 Byte pro Sektor ergibt sich eine nutzbare Kapazität von rund 650,1 MB, bei 2352 Byte pro Sektor entsprechend rund 746,6 MB. Daraus ergibt sich auch eine unterschiedliche Datenrate beim Lesen/Schreiben: 172 kB/s bei Audio und 150 kB/s bei Daten.



Gibt es 8cm-Rohlinge? Wenn ja, wo?
(00-04-21)

Ja, die gibt's, und zwar auf http://generalacoustic.de/Leermedien.htm#achtcm - Kapazität 21 Minuten oder 180 MB. Auch Conrad Elektronik hat sie inzwischen dauerhaft im Programm, und bei Disc4You gibt's sie auch (auch als Spindelware).

Achtung: Nicht alle Recorder können mit diesen Medien umgehen, z.B. haben alle Plextor-Recorder (mit Ausnahme des neuen PX-W124) Probleme damit (obwohl die Aussparung im Tray das Gegenteil vermuten läßt).



Ich habe eine rechteckige CD als Visitenkarte bekommen. Gibt es solche "Shape"-R(W)-Medien zu kaufen?
(00-04-21)

Von Seiko-Precision (wie Epson Tochter es Seiko-Konzerns) gibt es fast rechteckigen Visitenkarten-CDRs als bedruckbare Rohlinge mit 18 MB Kapazität. Mit speziellen Druckern aus dem selben Haus (Varianten des Epson Stylus) lassen sich neben normalen CDRs auch diese Shape-CDRs bedrucken.
Auch Conrad Elektronik bietet im neuesten Katalog Visitenkarten-CDRs an. Sie heissen 'AVO-Card-R', haben 12 MB Kapazität, lassen sich max. 4fach beschreiben. Best-Nr: 97 29 16-11, 5 Stück DM 49,95.
Weitere Bezugsquellen: http://www.cts-computer.com/zubehoer.htm, H&A Media Consult, Disc4You.



Wie lange halten CDR-Medien?
(00-04-16)

Medienhersteller schätzen den Lagerbeständigkeit/Haltbarkeit von CDR-Medien auf 5 bis 10 Jahre. Die Angaben schwanken aber, z.T. ist auch von 100 Jahren die Rede. Bei den aktuell erhältlichen Rohlingen darf man auch bei einem Cyanine-Dye von deutlich über 10 Jahren Haltbarkeit ausgehen.



Wie funktioniert eigentlich eine CDRW?
(00-03-12)

Eine CD-RW besteht eigentlich aus den gleichen Schichten wie eine CD-R. Der wesentliche Unterschied liegt in der Schreibsubstanz. Da wo sich bei einer CD-R der organische Dye befindet, hat die CD-RW eine völlig andere Schreibsubstanz, die aus einer Legierung aus Silber, Indium, Antimon und Tellur besteht, eingebettet zwischen zwei Hilfsschichten. Das Schreiben erfolgt mittels Phase-Change (magneto-optisch), der Laserstrahl erzeugt zwei unterschiedliche Reflektionseigenschaften im Material (kristallin = hohe Reflektivität, amorph = niedrige Reflektivität), die dann das herkömmliche Muster aus Pits und Lands bilden. Der Zustand (kristallin oder amorph) ist reversibel, allerdings nicht vollständig - oder besser gesagt: nicht beliebig oft.
Das Phase-Change Verfahren wurde für eine völlig andere Technologie entwickelt (z.B. PD-Laufwerke), die Übertragung auf CDs ist eine Krücke, der ich persönlich nicht über den Weg traue. Der letzte Satz stellt allerdings meine unmaßgebliche und subjektiv gefärbte Meinung dar, der Du nicht allzuviel Bedeutung beimessen solltest... ;-)
(gepostet von Volker Söhnitz)



Wie lange sind CDRWs haltbar?
(00-03-12)

Die Angaben schwanken zwischen 10 und 30 Jahren, man sollte bei sensiblen Daten noch einen Sicherheitszuschlag abziehen. Diese Zeitspanne ist für Backups kein Problem, ansonsten aber deutlich kleiner als für die aktuellen Marken-CDRs.



Ich habe hier eine CDRW, die sich nicht mehr löschen läßt - was kann ich tun?
(00-03-12)

Sowas kann schonmal vorkommen. Bei einem Plextor-ReWriter sollte folgendes helfen:

	cdrecord -force speed=2 blank=all       
		



Ich kann RW-Rohlinge nur 2x beschreiben, obwohl mein Brenner das 4x können soll!
(00-03-12)

Hier kommen die ATIP-Infos ins Spiel. Auf RW-Medien ist die maximal zulässige Schreibgeschwindigkeit vermerkt, und diese wird vom Brenner und/oder von der CDR-Software ausgewertet. Die meisten Recorder ignorieren eine von der Software gesetzte höhere Schreibgeschwindigkeit als im ATIP vermerkt ist. Nicht alle RW-Medien unterstützen 4fache Schreibgeschwindigkeit (siehe auch Jörg Schillings Rohlingliste).



Woran erkenne ich den 'echten' Hersteller von BASF-Rohlingen?
(00-07-23)

Idealerweise natürlich anhand der ATIP-Informationen. Da Du aber kaum im Laden einen Rohling auspacken und testen können wirst, kannst Du Dich auch an dem Aufdruck auf der Verpackung orientieren. Beim EAN-Code steht seitlich noch eine Nummer mit zwei Buchstaben am Ende. RI steht für Ritek, CM und EM für CMC Magnetics, TY für Taiyo Yuden, K für Kodak. BASF labelt außerdem noch Pioneer (das passende Label dazu ist unbekannt).



Audio-CDs & DAE

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Was ist DAE?
(99-08-14)

Als DAE (oder auch grabben) bezeichnet man das digitale Auslesen von CDs mit Audioinformationen. Dabei werden die Daten direkt von CD gelesen, eine Soundkarte wird nicht benötigt. Dies ist aber wesentlich komplizierter als das Lesen einer Daten-CD, da bei einer Audio-CD die Daten fortlaufend in sog. Frames geschrieben werden und nicht wie bei Daten-CDs Sektornummern gespeichert sind.



Welche Unterschiede gibt es bei DAE-Fähigkeiten einzelner Laufwerke?
(99-08-14)

Nicht alle Laufwerke beherrschen DAE fehlerfrei. Die Daten werden von der Software normalerweise blockweise gelesen (z.B. in Blöcken à 27 Sektoren). Für jeden Block muss der Lesekopf neu positioniert werden. Einige Laufwerke haben Probleme mit dem exakten Positionieren des Lesekopfes - es werden zu viel oder zu wenig Sektoren gelesen. Dabei spricht man von Jitter. Software mit eingebauter Jitter-Korrektur liest die Blöcke überlappend (z.B. Block 1 von Sektor 1 bis 27, Block 2 von Sektor 24 bis 50, und so weiter) und korrigiert die Positionierungsfehler.
Je schneller die Daten gelesen werden sollen, desto höher sind auch die Anforderungen an die Laufwerkselektronik. Einige Laufwerke lesen nur 1x, andere 4x oder noch schneller. CDROMs mit besonders guten DAE-Eigenschaften sind z.B. das Teac 532S (je nach Einstellung und Firmware bis zu 32x) und das Plextor PX-40 (bis zu 24x, perfekt).
Feurio z.B. bietet einen Laufwerkstest, mit dem sich die DAE-Fähigkeiten eines CDROMs/Brenners ermitteln lassen.



Kann ich RW-Medien auch für Audio-CDs verwenden?
(00-04-21)

Prinzipiell schon. Allerdings ist die Reflexion bei RW-Medien wesentlich geringer als bei normalen Rohlingen oder gepressten Medien (ca. 30% gegenüber ??/?? %). Einige alte CD-Player kommen mit RW-Medien zurecht, ebenso aktuelle Modelle von Philips. Eine Liste von RW-fähigen Audio-CD-Playern findest Du auf http://www.brennmeister.com/articles/rw_audio/.



Kann ich Audio-CDs auch Multisession schreiben?
(99-10-10)

AudioCD-Player sind nicht mulitread-fähig und 'sehen' daher nur die erste Session einer AudioCD (aus diesem Grund funktioniert auch CD-Extra).



Ich habe eine Audio-CD kopiert. Warum sind auf der Kopie Knackser/Störgeräusche zu hören?
(99-08-14)

Wahrscheinlich ist das Laufwerk, mit dem Du die CD auslesen hast, nicht so gut für DAE geeignet. Du kannst versuchen, die Auslesegeschwindigkeit zu reduzieren, sofern es Deine Software zulässt. Oder Du wechselst das Laufwerk, mit dem Du die CDs ausliest. Eventuell hilft auch eine andere Software mit sog. Jitter-Korrektur (z.B. Feurio, WinDAC).



Meine kopierten CDs laufen nur auf meinem Brenner, aber nicht in meinem CDROM/CD-Player/CD-Wechsler!
(99-08-15)

Die Ursachen können vielfältig sein. Nicht jede Kombination aus CD-Brenner/Schreibgeschwindigkeit/Rohling/CD-Player funktioniert, und grade Audio-CD-Player können sehr wählerisch sein. Versuche es mal mit einer anderen Rohlingsorte oder verändere die Schreibgeschwindigkeit. Hilft das nicht, ist der Brenner evtl. nicht mehr 100%ig in Ordnung.



Meine kopierten CDs klingen anders als die Original-CDs!
(99-10-10)

Von 'audiophilen' Menschen und Hifi-Magazinen ist des Öfteren zu hören, dass gebrannte CDs anders klingen als gepresste CDs. Meist wird es mit Worten wie 'dünneren Klang' oder 'fehlendem Volumen' die Rede.

Hier nun ein Erklärungsversuch von Jörg Schilling:

Der wahrscheinlichste Grund für ein dünneres Klangerlebnis ist die Einbildung des Hörers.

Um bei der bei CDs verwendeten Kodierung so etwas hinzubekommen, müsste erheblich mehr mit den Daten passieren als viele Samples zu verändern. Denn nur eine Veränderung, die frequenzselektiv wirkt könnte das Beschriebene bewirken.

Wenn aber viele Samples verändert werden, ist es viel wahrscheinlicher, dass ein Prasseln oder Klirren hörbar wird.

Bei der Sony Mini Disc sieht das anders aus: dort werden psychoakustisch bearbeitete Daten aufgezeichnet. Hier kann eine geringe Veränderung den Klang verändern.

Nun zum allseits beliebten Thema Jitter. Auch hier sind die Argumente der sogenanten Hifi-Puristen Unsinn:

Jeder CD Player (auch der Philips CD 100) hat ein FIFO, das mindestens 2 Sektoren aufnehmen kann. Sonst wäre eine Fehlerkorrektur nicht möglich. Jitter auf Makroebene kann es also nicht sein.

Jitter auf Mikroebene, welches durch die PLL nicht beseitigt werden kann, würde einzelne Bits im EFM Datenstrom kippen lassen. Da aber durch die EFM Kodierung nur 256 Symbole von 16384 möglichen Symbolen verwendet werden, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1,56 Prozent, dass so ein Bitfehler nicht schon bemerkt würde, bevor die beiden Reed-Solomon Fehlerkorrekturen Anwendung finden.

Da die Fehlerkorrektur einer CD es aber zulässt, ein 7 mm grosses Loch in die CD zu bohren, ohne dass es Probleme gibt, kann ein einzelner Bitfehler durch Jitter nichts bewirken.

Wer also einen CD-Player hat auf dem gebrannte CD's anders als das Original klingen, sollte sich von dem Müll trennen. Wenn er mehr als 300 DM dafür bezahlt hat und der Player noch keine 6 Monate alt ist, sollte er das Geld zurückverlangen.



Ich habe hier eine Audio-CD mit einem Datentrack hinter den Audio-Tracks. Wie kann ich sie kopieren?
(99-08-21)

Das ist eine CD-Extra. Das einzige Programm, mit dem sich CD-Extras perfekt (d.h. incl. CD-Text, Indexmarken & ISRC) kopieren lassen, ist der Padus DiscJuggler.
Leider können nicht alle CD-Recorder CD-Extras schreiben. Mit CDRWin kannst Du rausfinden, ob Dein Recorder CD-Extra unterstützt ('Devices and Settings' -> 'Recorders').



Kann ich eine CD-Extra selbst erstellen?
(99-10-10)

'Echte' CD-Extras kannst Du nur mit Software erstellen, die dieses direkt unterstützt (z.B. Adaptec Easy CD Creator Deluxe oder CeQuadrat WinOnCD). Wenn es Dir aber nur darum geht, den freien Platz auf einer AudioCD zu nutzen, ohne dass sich Dein AudioCD-Player dran stört, kannst Du auch folgendes versuchen:
Erstelle eine AudioCD mit den gewünschten Tracks, z.B. mit Feurio. Du kannst prinzipiell auch jedes andere Programm verwenden, welches erlaubt, eine AudioCD SAO zu schreiben (SAO ist wegen Indizes, CD-Text und ISRC wichtig; kannst Du darauf verzichten, tut's auch TAO). Um die CD mit Feurio offen lassen zu können, musst Du den 'Profi-Modus' Feurio CD-Writers aktivieren und im Schreibdialog die Option 'CD nicht abschliessen' anhaken.
Auf die so erstellte AudioCD kannst Du in einem zweiten Schreibvorgang mit einem beliebigen Programm einen normalen Datentrack brennen. Dabei solltest Du die CD wie eine leere CD behandeln, also z.B. nicht versuchen, eine vorhergehende Session einer Multisession-CD zu importieren. Den Datentrack kannst Du auch als Multisession abschliessen und zu einem späteren Zeitpunkt weiter beschreiben.



Vermischtes

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Wie kann ich eine HTML-Seite per Autorun starten/öffnen?
(00-03-12)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Sache zu realisieren. Alle genannten Aufrufe gehören in die Datei "autorun.inf", die im Root-Verzeichnis der CD stehen muß.

	[autorun]
	open=start filename.html
		
Sollte funktionieren, wenn bereits ein Browser im System vorhanden ist, egal welcher. Nachteil ist, daß zur Ausführung des start-Befehls ein kleines DOS-Fenster kurzzeitig geöffnet wird. Um das zu vermeiden, kann man z.B. shelexec.exe (von Microsoft) verwenden (shelexec.exe muß dabei zusammen mit der autorun.inf ins Rootverzeichnis der CD):
	[autorun]
	open=shelexec.exe filename.html
		
Wenn die aufzurufende Datei in einem Verzeichnis auf der CD liegt, kann man folgenden Aufruf verwenden:
	[autorun]
	open=start .\directory\filename.html
		
oder auch
	[autorun]
	open=shelexec.exe .\directory\filename.html
		
Eine eigenes Icon für die CD läßt sich mit dem Eintrag icon=filename.ico in der autorun.inf einbinden.



Kann mein CD-Recorder auch DVD-R Medien beschreiben?
(99-08-08)

Kommt auf Deinen Recorder an :-) Normalerweise nicht.



Kann man auf Sessions zugreifen, die nicht importiert wurden?
(99-08-08)

Ja, dafür gibt es spezielle Software, z.B. MultiMounter von Ahead (auch Teil von Nero Burning ROM), Adaptec Session Selector (Teil des Easy CD Creator Deluxe) oder CDR Diagnostics.



Wieviele Sessions kann ich auf eine CD schreiben?
(00-03-12)

Die maximale Anzahl der Session wird durch die Datenmengen bestimmt, die ein Leadout/Lead-in benötigt.

Das erste Leadout ist 1:30 lang, also 6750 Sektoren. Darauf folgen Leadin von 1:00 = 4500 Sektoren. Dann kommen noch 2 Sekunden Pregap und 4 Sekunden minimale Tracklänge, also nochmal 450 Sektoren. Wenn man alles zusammenzählt, kommt man auf 11250 Sektoren für Leadin/-out + 450 Sektoren = 11700 Sektoren.

Alle weiteren Sessions benoetigen nur 0:30 für den Leadout, also 2250 Sektoren, demnach insgesamt 6750 Sektoren für Leadin/-out + 450 Sektoren = 7200 Sektoren.

Eine Standard-CD ist 333000 Sektoren lang; daraus folgt:
Nach der ersten Session sind es noch 321300 Sektoren. Da das letzte Leadout nicht zählt, weil es in den verborgenen Sektoren geschrieben wird, muß man nur 300 Sektoren für die minimale Tracksize abziehen, bleiben 321296 Sektoren. Den Rest teilen wir nun duch 7200 und bekommen so 43,3744. Auf eine CD passen also 44 Sessions.
(gepostet von Jörg Schilling)



Kann ich eine 'verbrannte' CD noch weiter nutzen?
(99-08-09)

Wenn die CD im DAO-Modus geschrieben wurde, nein. Hast Du die CD TAO geschrieben, kannst Du die Session oder die CD auch nachträglich abschliessen (z.B. mit CDRWin oder Easy CD Creator) und dann weiter beschreiben (natürlich nur, wenn Du die CD als 'Multisession' abschliesst).



Wie erstelle ich eine bootfähige CD?
(99-08-08)

Du brauchst als erstes eine Bootdiskette. Je nach dem, was Du vor hast, sollten auch Treiber für das CDROM auf der Diskette sein. Diese Bootdiskette dient der Recording-Software (z.B. CDRWin, Nero) als Quelle. Je nach Software geht's direkt oder über ein Image der Diskette (kannst Du z.B. mit WinImage erstellen). Ansonsten kannst Du die CD ganz normal behandeln, d.h. beliebig Daten draufschreiben, auch Multisession oder Mixed-Mode sind möglich.



Wie kann ich das Bootimage einer bootfähigen CD auslesen?
(00-03-12)

Das ist mit vernünftigen Tools ganz einfach:

	hdump -d /tmp/cd.img
	     *
	  8230:  20 20 20 20 20 20 20 20   20 20 20 20 20 20 4D 4B                 MK
	  8240:  49 53 4F 46 53 20 49 53   4F 20 39 36 36 30 20 46   ISOFS ISO 9660 F
	  8250:  49 4C 45 53 59 53 54 45   4D 20 42 55 49 4C 44 45   ILESYSTEM BUILDE
	  8260:  52 20 26 20 43 44 52 45   43 4F 52 44 20 43 44 2D   R & CDRECORD CD-
	  8270:  52 2F 44 56 44 20 43 52   45 41 54 4F 52 20 20 20   R/DVD CREATOR   
	  8280:  20 20 20 20 20 20 20 20   20 20 20 20 20 20 20 20                   
	     *
	  8320:  20 20 20 20 20 20 20 20   20 20 20 20 20 31 39 39                199
	  8330:  39 31 32 31 32 32 32 34   31 32 35 30 30 04 31 39   9121222412500.19
	  8340:  39 39 31 32 31 32 32 32   34 31 32 35 30 30 04 30   99121222412500.0
	  8350:  30 30 30 30 30 30 30 30   30 30 30 30 30 30 30 00   000000000000000.
	  8360:  31 39 39 39 31 32 31 32   32 32 34 31 32 35 30 30   1999121222412500
	  8370:  04 01 00 20 20 20 20 20   20 20 20 20 20 20 20 20   ...             
	  8380:  20 20 20 20 20 20 20 20   20 20 20 20 20 20 20 20                   
	     *
	  8570:  20 20 20 00 00 00 00 00   00 00 00 00 00 00 00 00      .............
	  8580:  00 00 00 00 00 00 00 00   00 00 00 00 00 00 00 00   ................
	     *
	  8800:  00 43 44 30 30 31 01 45   4C 20 54 4F 52 49 54 4F   .CD001.EL TORITO
	  8810:  20 53 50 45 43 49 46 49   43 41 54 49 4F 4E 00 00    SPECIFICATION..
	  8820:  00 00 00 00 00 00 00 00   00 00 00 00 00 00 00 00   ................
	     *
	  8840:  00 00 00 00 00 00 00 19   00 00 00 00 00 00 00 00   ................
	  8850:  00 00 00 00 00 00 00 00   00 00 00 00 00 00 00 00   ................
	     *
	
	Die 19 in der vorletzten Zeile zeigt auf den Bootkatalog (also Sektor 0x19). 
	Das ergibt einen Byte-offset von 51200.
	
	hdump -a /tmp/cd.img 51200 2048
	  C800:  01 00 00 00 00 00 00 00   00 00 00 00 00 00 00 00   ................
	  C810:  00 00 00 00 00 00 00 00   00 00 00 00 AA 55 55 AA   .............UU.
	  C820:  88 02 00 00 00 00 01 00   1A 00 00 00 00 00 00 00   ................
	  C830:  00 00 00 00 00 00 00 00   00 00 00 00 00 00 00 00   ................
	     *
	
	88 heißt bootfähig, 2 heißt 1,44 MB, und die 1A ist der Startsektor der Bootfloppy.
	
	0x1A * 2048 = 53248
	
	Sicherheitstest: 
	
	hdump -a /tmp/cd.img 53248 2048
	  D000:  EB 7A 90 53 75 6E 53 6F   66 74 20 00 02 01 01 00   .z.SunSoft .....
	  D010:  02 E0 00 40 0B F0 09 00   12 00 02 00 00 00 00 00   ...@............
	  D020:  40 0B 00 00 00 00 29 00   00 00 00 46 43 53 5F 44   @.....)....FCS_D
	  D030:  31 20 20 20 20 20 46 41   54 31 32 20 20 20 00 00   1     FAT12   ..
	  D040:  00 00 53 6F 6C 61 72 69   73 20 42 6F 6F 74 20 53   ..Solaris Boot S
	  D050:  65 63 74 6F 72 20 20 20   20 56 65 72 73 69 6F 6E   ector    Version
	  D060:  20 31 FF 49 6E 63 6F 6D   70 6C 65 74 65 20 4D 44    1.Incomplete MD
	  D070:  42 6F 6F 74 20 6C 6F 61   64 2E 17 00 FA 8C C8 8E   Boot load.......
	
	Wer kein Betriebsystem mit Devices hat kann die CD mit readcd auslesen:
	
		readcd dev=6,0 f=cc.out sectors=26-30 
	
	liest die ersten 4 Sektoren der Bootfloppy.
(gepostet von Jörg Schilling)



Hat die Brenngeschwindigkeit Einfluß auf die Qualität?
(99-10-10)

Das kommt ganz auf die verwendeten Medien und den Brenner an und lässt sich pauschal nicht beantworten. In der c't (Ausgabe 05/99, Seite 176) wurde versucht, einen Zusammenhang zwischen Fehlerrate bzw. Lesbarkeit von Rohlingen und Schreibgeschwindigkeit zu ermitteln - ohne Erfolg.
Falls es z.B. bei einer bestimmten Kombination aus Medium/Recorder/Schreibgeschwindigkeit zu Problemen kommt, _kann_ eine Veränderung (sowohl schneller als auch langsamer) der Schreibgeschwindigkeit eine Verbesserung bringen. Oft reicht bei alten Recordern auch die Laserleistung nicht mehr, um einen Rohling sauber mit maximaler Geschwindigkeit zu beschreiben.
Der erste CD-Brenner (Philips CDD-521, 1992) konnte _nur_ 2x schreiben. Erst nachdem es bei diversen Programmen (!) Schwierigkeiten mit buffer underruns gab, hat Philips ein Firmware Upgrade herausgebracht & 1fache Geschwindigkeit implementiert.
Zum Thema "Brenngeschwindigkeit von Audio-CDs" gibt es einen umfangreichen Teil in der Hilfe zum Feurio! CD-Writer.



Ich möchte meine CDs mit einem Kopierschutz versehen. Geht das?
(99-10-10)

Prinzipiell nein. Alles, was ein handelsüblicher CD-Recorder auf eine CD schreiben kann, kann auch wieder gelesen werden. Es existieren zwar einige Anleitungen im Web, wie man CDs z.B. durch ein manipuliertes Cuesheet vor einfachem Kopieren schützen kann. Aber auch ein solcher 'Schutz' stellt mit ein bisschen Erfahrung kein Hindernis dar.
Das einzig Wirkungsvolle stellt eine Verschlüsselung des Inhalts dar (z.B. mit PGPDisk oder (einfacher) mit passwortgeschützten ZIP-Dateien). Dies verhindert zwar nicht das physikalische Kopieren, aber die eigentlichen Daten sind geschützt.



Mit wieviel Grad Celsius wird eigentlich eine CD "gebrannt"?
(00-03-12)

Also ich habe jetzt gesucht und den anderen Beitrag (hatte zwei vermischt) gefunden, befindet sich in PC-Magazin Spezial 11.
Danach wird Träger- und Aufnahmeschicht lokal auf 250 °C erwärmt. Die Leistung beträgt 4-8 mW beim Brennen bzw. 0,5 mW beim Lesen.
Eine 1 ist ein Wechsel von Pit zu Land oder umgekehrt, eine 0 ist _kein_ Wechsel. Damit der Takt gelesen werden kann, wird spätestens alle 11 Nullen eine 1 gesetzt (Verfahren heißt EFM-Codierung). Die Spur ist ca. 6 km lang. Die Pits sind 0,5 µm breit, 0,12 µm tief und zwischen 0,8 und 3,56 µm lang (je nach Daten halt).
Von den Unterschieden im Reflexionsvermögen ist im ganzen Beitrag keine Rede, woraus ich schließe, dass sie gg. der Interferenz eine untergeordnete Rolle spielen.
(gepostet von Gernot Zander)



Wie kann ich eine komplette CD mit einem Kennwort schützen und den Inhalt verschlüsseln?
(00-03-12)

So etwas geht. Mit Scramdisk (http://www.scramdisk.clara.net; Windows 9x, Freeware), PGPdisk (http://www.pgpi.com; Windows 9x/NT; seit einiger Zeit ist PGPdisk jedoch nur noch in den kommerziellen PGP-Versionen enthalten), Encryption for the Masses (http://www.e4m.net; Windows 9x/NT, Freeware) u.a. kannst Du eine Containerdatei anlegen, die die Daten in verschlüsselter Form enthält. Diese Datei wird nach Eingabe eines Paßwortes gemounted und und unter einem Laufwerksbuchstaben angesprochen.
(gepostet von Gunther Schmidt)



Wie brenne ich ein ISO-Image?
(00-04-16)

Eigentlich jedes Brennprogramm kann reine ISO-Images (z.B. von Linux-Distributionen) brennen. Supersimpel geht's z.B. mit cdrecord:

cdrecord <imagefilename>
genügt schon (natürlich muß mit
dev=x,y,z
noch die Adresse des Geräts angegeben werden, und evtl. ist auch noch die Geschwindigkeit mit
speed=n
zu setzen). Aber auch mit anderen Programmen geht's (ggf. einfach mal die Dokumentation befragen).



Ich habe hier eine .bin und eine .cue Datei - wie mache ich daraus eine CD?
(00-04-16)

Vermutlich handelt es sich dabei um ein mit CDRWin erstelltes CD-Image, das Du mit diesem Programm auch wieder auf CD brennen kannst. Auch cdrdao kann mit .cue Dateien umgehn.



Komme ich irgendwie an den Inhalt eines ISO-Images, ohne es auf CD zu brennen?
(00-04-21)

Ja, das geht. Unter Linux kannst Du das ISO-Image einfach mounten:

mount -t iso9660 -o loop,r /pfad/zur/datei.iso /pfad/zum/mountpoint
(erfordert Loopback-Device-Support im Kernel sowie root-Rechte).

Unter Windows gibt's mehrere Programme, die über eine Explorer-ähnliche Oberfläche den Zugriff auf den Inhalt ermöglichen. WinImage (Shareware) kann nur mit reinen ISO-Images umgehn, ISO Buster ist Freeware und liest auch die Imagefiles diverser Brennprogramme (u.a. CloneCD, Nero, Adaptec Easy CD Creator).



Kann ich einzelne Dateien zu einem Imagefile hinzufügen oder Dateien in einem Image ersetzen?
(00-04-16)

Nein, das ist nicht möglich (möglich ist es schon - man bewaffne sich mit einem guten Hex-Editor - aber es gibt keine fertige Software, die das kann). Das Ersetzen wäre zumindest denkbar, solange die neue Datei genauso groß oder kleiner als die vorhandene ist; hinzufügen von Dateien sollte auch noch relativ unproblematisch sein, solange die Sektoren mit den Verzeichnisinformationen nicht vollständig gefüllt sind.

 

 


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